Ideen für die Terrassenbepflanzung von Knechtgarten bei Thun.

Eine gut geplante Bepflanzung bringt Leben, Farbe und Struktur auf Ihre Terrasse. Sie schafft eine har­mo­ni­sche Atmosphäre, bietet Sicht­schutz und verbessert das Mikro­klima. Nachfolgend finden Sie zahlreiche Ideen zur Terrassen­be­pflan­zung mit Bildern, Bei­spie­len und Tipps. Lassen Sie sich inspirie­ren und kontak­tieren Sie uns unverbindlich für weitere Fragen.

Planung • Sonnig oder schat­tig? • Stile • Funktional • FAQ •

Haben wir Ihr Interesse ­geweckt?

Terrassenbepflanzung planen: Standortgerecht, funktional und ästhetisch.

Bei der Planung der Terrassenbepflanzung sind vor allem Sonneneinstrahlung, Wind und Temperatur zu berücksichtigen. So herrschen auf Terrassen oft extreme Wit­te­rungs­be­din­gun­gen mit hohen Tem­pe­ra­tu­ren und kühlem Wind. Nicht alle Pflanzen ver­tra­gen das. Ausser­dem sollten Sie sich folgende Fragen stellen: Sind die Pflanzen ein- oder mehrjährig? Wenn mehrjährig, sind sie winterhart? Wenn nicht, wie sollen die Pflanzen überwintert werden? Wann blühen die Pflanzen? Wie hoch werden sie? Sind die Pflanzen in der Schweiz zuge­lassen (siehe verbotene invasive Neophyten)?

Was ist bei der Auswahl von Terrassenpflanzen zu beachten?

In der Gartenarchitektur werden Bepflanzungen in der Regel in drei Schichten geplant (sogenanntes Layering): Bodendecker (unten), Begleitstauden oder Gräser (mitte) und Solitärgehölze (oben). Die oberste Schicht sorgt für Struktur, die mittlere für Bewegung im Wind, die unterste setzt farbliche Akzente und verhindert, dass die Erde austrocknet. Einige der folgenden Beispiele beziehen sich auf dieses Dreischichten-Konzept.

Sonnig, schattig, ökologisch oder pflegeleicht?

Für sonnige Terrassen

Auf sonnigen Terrassen in der Schweiz sollten Sie hitzeresistente und winter­harte Pflanzen verwenden. Achten Sie auf eine gestaffelte Blütezeit vom frühen Frühling bis in den späten Herbst. Verwenden Sie Boden­decker­pflanzen oder bringen Sie während heisser Perioden eine schützende Mulchschicht ein.

Nutzen Sie ausreichend grosse, frostfeste Gefässe mit einer Drainageschicht sowie torffreie Erde, um grosse Hitze und Staunässe im Wurzelbereich zu vermeiden. 

Beliebteste Terrassenpflanzen in der Schweiz

1. Blühwunder (nicht winterhart): Geranien (Pelargonium; rot, pink, weiss), Petunien (Petunia; violett, blau, gelb), Dipladenia (Mandevilla; rot, rosa, weiss)

2. Mediterrane Pflanzen (nicht winterhart): Olivenbaum (Olea europaea; silbrig-grün), Oleander (Nerium oleander; rosa, weiss, rot), Zitronenbäumchen (Citrus limon; gelb, weiss blühend)

3. Kräuter und Stauden: Lavendel (Lavandula angustifolia; violett, blau), Rosmarin (Rosmarinus officinalis; hellblau, lila), Wandelröschen (Lantana camara; gelb-orange, mehrfarbig; nicht winterhart)

Hinweise: 

Geranien und Petunien gelten als wenig ökologisch, da sie kaum Pollen oder Nektar für Insekten bieten und oft als Einwegpflanzen produziert werden.

Wandelröschen und Oleander sind zwar in Kübeln unproblematisch, gelten in wärmeren Regionen jedoch als potenzielle Neophyten, die heimische Arten verdrängen können.

Ökologische und winterharte Pflanzen für sonnige Terrassen

Obere Schicht: Echte Felsenbirne (Amelanchier ovalis; weiss – im Herbst leuchtend orange-rot), Gemeiner Wacholder (Juniperus communis; grün / silbrig-blau – immergrün), Rutenhirse (Panicum virgatum; gelb-braun bis rötlich – filigrane Blütenstände)

Mittlere Schicht: Berg-Aster (Aster amellus; violett mit gelber Mitte), Gewöhnlicher Natternkopf (Echium vulgare; blau bis leuchtend violett), Färber-Kamille (Anthemis tinctoria; goldgelb)

Untere Schicht: Feld-Thymian (Thymus pulegioides; rosa bis hellviolett), Scharfer Mauerpfeffer (Sedum acre; leuchtend gelb), Gewöhnliche Grasnelke (Armeria maritima; rosa bis weiss)

Für schattige Terrassen

Schattenpflanzen blühen oft früher im Jahr (Waldrand-Effekt). Das ist wichtig für Insekten, die bereits im März / April unterwegs sind. Helle Gefässe helfen dabei, das spär­liche Licht zu reflek­tie­ren und die Pflanzen optisch hervorzuheben.

Im Schatten verdunstet Wasser lang­sa­mer als in der Sonne. Achten Sie deshalb auf eine gute Drainage, damit keine Stau­nässe entsteht. 

Beliebteste Terrassenpflanzen in der Schweiz

1. Klassiker: Bauernhortensie* (Hydrangea macrophylla; blau, pink, weiss oder violett), Funkien (Hosta-Spezies; hellviolett bis weiss), Echter Wurmfarn (Dryopteris filix-mas; grün – Fokus auf dem Blattwerk)

2. Blühende Akzente* (nicht winterhart): Fuchsien (Fuchsia-Hybriden; rot, pink, weiss, violett, oft zweifarbig, nicht), Fleissiges Lieschen (Impatiens walleriana; weiss, rosa, orange, rot oder violett), Knollenbegonien (Begonia x tuberhybrida; gelb, orange, rot, rosa oder weiss)

3. Struktur und Immergrün: Gewöhnliche Eibe (Taxus baccata; unscheinbar grün), Buchsbaum (Buxus sempervirens; gelb-grünlich), Efeu (Hedera helix; gelb-grün)

*Diese Pflanzen sind zwar hübsch anzusehen; ihr ökologischer Beitrag in der Schweiz ist im Vergleich zu heimischen Stauden jedoch sehr gering.

Ökologische und winterharte Pflanzen für schattige Terrassen

Obere Schicht: Gewöhnliche Eibe (Taxus baccata; dunkelgrün, immergrün), Echter Wurmfarn (Dryopteris filix-mas; sattes grün), Faulbaum (Frangula alnus; weiss-grünlich)

Mittlere Schicht: Wald-Geissbart (Aruncus dioicus; cremeweiss), Nesselblättrige Glockenblume (Campanula trachelium; blau-violett), Purpurglöckchen (Heuchera; dunkelrot bis bronzefarben)

Untere Schicht: Haselwurz (Asarum europaeum; glänzend dunkelgrün), Frühlings-Gedenkemein (Omphalodes verna; himmelblau), Waldsteinie (Waldsteinia ternata; gelb)

Pflegeleicht & Immergrün

Pflegeleichte Terrassenpflanzen zeichnen sich durch hohe Trocken­heits­resis­tenz, Frosthärte und einen geringen Schnitt­aufwand aus. In der Schweiz eignen sich besonders hei­mische Wild­stauden und Gräser da sie perfekt an das Klima ange­passt sind und nach dem Anwach­sen praktisch keine zusätz­liche Pflege benötigen.

Für sonnige Terrassen

Immergrün für ganzjährigen Sichtschutz und Struktur: Gemeiner Wacholder (Juniperus communis; grün, silbrig), Japanischer Berg-Ilex (Ilex crenata; dunkelgrün), Wintergrüner Liguster (Ligustrum vulgare 'Atrovirens'; dunkelgrün)

Winterharte Blühwunder und Kräuter: Echter Lavendel (Lavandula angustifolia; lila), Fetthenne (Sedum telephium; rosa bis rot), Quirl-Salbei (Salvia verticillata; blau-violett)

Winterharte Gräser: Blaues Pfeifengras (Molinia caerulea; beige-braun), Blauschwingel (Festuca glauca; blau-silber), Zierliches Zittergras (Briza media; herzförmig, grün-beige)

Für schattige Terrassen

Immergrün für ganzjährigen Sichtschutz und Struktur: Gewöhnliche Eibe (Taxus baccata; grün), Haselwurz (Asarum europaeum; glänzend dunkelgrün), Bayerischer Waldsteinie / Golderdbeere (Waldsteinia ternata; grün)

Winterharte Blattschmuck- und Blühstauden: Funkien (Hosta-Hybriden; hellviolett bis weiss), Prachtspiere (Astilbe; weiss, rosa oder rot), Nesselblättrige Glockenblume (Campanula trachelium; blau-violett)

Farne für Architektonische Leichtigkeit: Echter Wurmfarn (Dryopteris filix-mas; grün), Garten-Schildfarn (Polystichum setiferum; hellgrün)

Winterharte Gräser: Wald-Marbel (Luzula sylvatica; grün), Wald-Segge (Carex sylvatica; grün), Japan-Berggras (Hakonechloa macra; grün oder gelb-grün)

Was ist eine ökologi­sche Terrassenbepflanzung?

Eine ökologische Terrassenbepflanzung fördert die lokale Bio­diversität durch ein­hei­mischen Blüten­pflanzen mit gerin­gem Wasser­bedarf, die an den Standort angepasst sind. Ein­hei­mische Pflanzen ziehen mehr Insekten und andere Tiere an und sind in der Regel resi­sten­ter gegen Schädlinge.

Ausserdem sollten Sie auf den Einsatz chemischer Düngemittel verzichten. Lassen Sie verblühte Stängel über den Winter stehen, um Insekten einen Rückzugsort zu bieten.

Ideen für ökologische Pflanzen

Lavendel (Lavandula angustifolia; lila), Thymian (Thymus vulgaris; rosa, lila), Salbei (Salvia officinalis; blau, lila), Wilde Malve (Malva sylvestris; rosa, violett), Echinacea (Echinacea purpurea; pink, rot), Katzenminze (Nepeta cataria; blau, lila), Bienenfreund (Phacelia tanacetifolia; blau)

Ökologische Saatmischungen: Wildblumen-, Kräuter-, Grünmischungen, blühende Wiesenmischungen, Futterpflanzenmischungen

Häufige Terrassenpflanzen mit geringem ökologischen Nutzen

Die folgenden Pflanzen dienen weder als Nahrungsquelle (Pollen oder Nektar) noch als Lebensraum für Insekten oder Tiere und sind deshalb nur von geringem ökologischen Nutzen. Dies auch deshalb, weil sie Platz wegnehmen, an dem ökologisch wertvollere Pflanzen wachsen könnten.

Blumen: Geranien (Pelargonium spp.; rot, rosa, weiss), Petunien (Petunia spp.; rot, rosa, lila, weiss), Fuchsien (Fuchsia spp.; rot, rosa, lila), Lobelien (Lobelia spp.; blau, violett, weiss), Begonien (Begonia spp.; rot, rosa, weiss, gelb)

Sukkulenten: Aloe Vera (Aloe barbadensis miller), Echeveria (Echeveria spp.), Sedum (Sedum spp.), Haworthia (Haworthia spp.), Kaktus (Cactaceae Familie), Agave (Agave spp.), Sempervivum (Sempervivum spp.)

Insektenfreundliche Pflanzen

Eine insektenfreundliche Terrassen­bepflan­zung bietet Insekten das ganze Jahr über Nahrung und Unter­schlupf: Ver­wen­den Sie einhei­mische Blüten­pflanzen mit unter­schied­lichen Blüte­zeit­punkten und ver­zichten Sie auf chemi­sche Dünger.

Inte­grieren Sie in die Bepflanzung als Unter­schlupf für Insekten Totholz; Insekten­hotels aus Bambus, Schilf, Ziegeln oder Stroh; Stein­haufen sowie Sand.

Früh blühende Pflanzen

Schneeglöckchen (Galanthus nivalis; weiss), Primel (Primula vulgaris; gelb, rosa, weiss), Gänseblümchen (Bellis perennis; weiss, gelb), Küchenschelle (Pulsatilla vulgaris; lila), Leberblümchen (Hepatica nobilis; blau, violett), Wiesensalbei (Salvia pratensis; blau, violett), Glockenblumen (Campanula spp.; blau, violett, weiss), Wilder Thymian (Thymus serpyllum; rosa, lila), Purpurrote Taubnessel (Lamium purpureum; purpurrot)

Mittelblühende / Saisonale Pflanzen

Sonnenblume (Helianthus annuus; gelb), Lavendel (Lavandula angustifolia; lila), Echinacea (Echinacea purpurea; pink, rot), Rudbeckia (Rudbeckia hirta; gelb), Zinnien (Zinnia spp.; orange, rot, rosa, gelb), Krautige Malve (Malva sylvestris; rosa, violett), Schafgarbe (Achillea millefolium; gelb, weiss, rosa), Bienenfreund (Phacelia tanacetifolia; blau)

Spät blühende Pflanzen

Herbstaster (Aster novi-belgii; violett, rosa, weiss), Goldrute (Solidago virgaurea; gelb), Wilde Möhre (Daucus carota; weiss), Eisenkraut (Verbena officinalis; lila), Schafgarbe (Achillea millefolium; gelb, weiss, rosa), Kardendistel (Dipsacus fullonum; lila), Bergflockenblume (Centaurea montana; blau)

Gartenunterhalt

Schädliche Terrassenpflanzen

Wichtig: Nicht alle eingeschleppten Pflanzen sind schädlich für das lokale Ökosystem. Schädlich sind vor allem invasive Arten, also eingeführte Pflanzen, die einheimische Pflanzen verdrängen. 

Pflanzen mit geringem ökologischem Nutzen können dem Ökosystem jedoch indirekt schaden, wenn sie in grosser Zahl ökologisch wertvolleren Pflanzen den Platz wegnehmen. Informieren Sie sich im Zweifelsfall unter www.neophyten-schweiz.ch, ob eine bestimmte Pflanze als invasiv gilt.

Invasive Pflanzen

Blütenstauden: Japanischer Staudenknöterich (Fallopia japonica; weiss), Riesenbärenklau (Heracleum mantegazzianum; weiss), Kanadische Goldrute (Solidago canadensis; gelb), Buddleja, Schmetterlingsstrauch (Buddleja davidii; blauviolett), Schwarzer Nachtschatten (Solanum nigrum; weiss, grün, lila), Zierlauch (Allium giganteum; lila), Krautige Malve (Malva sylvestris; rosa, violett), Rote Spiere (Spiraea japonica; rubinrot)

Sträucher / Gehölze: Kirschlorbeer (Prunus laurocerasus), Bambus (Bambusoideae), Forsythie (Forsythia spp.; gelb), Zierquitte (Chaenomeles japonica; rot)

Kletterpflanzen: Efeu (Hedera helix; grün, gelb), Japanische Kletterrose (Rosa multiflora; weiss, rosa, rot), Kleines Immergrün (Vinca minor; blau, lila), Wilder Wein (Parthenocissus quinquefolia; grün, rot im Herbst)

Kontaktieren Sie uns unverbindlich.

Stile: Modern, mediterran, Gräser und Aktzentpflanzen.

Moderne Terrassenbepflanzung

Bei einer modernen Terrassen­be­pflan­zung zeichnet sich in der Schweiz in der Regel durch eine minimalistische Gestaltung aus mit struk­tur­ge­ben­den Gräsern und archi­tek­tonischen Solitär­gehölzen in hochwertigen Gefässen aus Faser­zement oder Metall.

Dabei wird Ästhetik konse­quent mit Ökologie verbunden, indem bio­di­versi­täts­fördernde Wild­stauden in einem klaren Drei­schichten-System (hoch-mittel-tief) ange­ord­net werden. Ein Fokus liegt zudem auf Klima­re­si­lienz, weshalb trocken­­heits­­ver­­träg­­liche Pflan­zen gewählt werden, die auch ohne inten­sive Pflege ganz­jährig schön aussehen.

Für sonnige Terrassen

Obere Schicht: Gemeiner Wacholder (Juniperus communis; grün, silbrig), Felsenbirne (Amelanchier ovalis; weiss)

Mittlere Schicht: Blaues Pfeifengras (Molinia caerulea; beige-braun), Quirl-Salbei (Salvia verticillata; blau-violett)

Untere Schicht: Feld-Thymian (Thymus pulegioides; rosa), Scharfer Mauerpfeffer (Sedum acre; gelb)

Für schattige Terrassen

Obere Schicht: Gewöhnliche Eibe (Taxus baccata; dunkelgrün), Echter Wurmfarn (Dryopteris filix-mas; sattes grün)

Mittlere Schicht: Wald-Segge (Carex sylvatica; hellgrün), Nesselblättrige Glockenblume (Campanula trachelium; blau-violett), Wald-Geissbart (Aruncus dioicus; cremeweiss)

Untere Schicht: Haselwurz (Asarum europaeum; glänzend dunkelgrün), Waldsteinie / Golderdbeere (Waldsteinia ternata; grün)

Akzentpflanze als optisches Highlight

Bei der Auswahl von Akzent­pflan­zen und Solitär­ge­höl­zen für Schweizer Terras­sen ist die Winter­härte des Wurzel­ballens das entschei­dende Kriterium, da dieser im Kübel expo­nier­ter ist als im Garten­boden. Die Pflanz­gefässe sollten deshalb im Winter durch isolie­rende Gefässe oder Schutz­vliese gesichert werden.

Abgesehen davon ist die Gefäss­grösse entschei­dend für die lang­fris­tige Vitali­tät der Pflanze: Ein aus­rei­chen­des Erd­volu­men puffert Tem­pe­ratur­schwan­kun­gen ab, ver­hin­dert schnel­les Aus­trocknen und bietet dem Gehölz die nötige Stand­fes­tig­keit bei starken Winden.

Für sonnige Terrassen

Felsenbirne (Amelanchier ovalis; weiss), Säulen-Wacholder (Juniperus communis 'Sentinel'; grün-silbrig), Kornelkirsche (Cornus mas; gelb), Japanischer Ahorn (Acer palmatum; rot oder grün)

Für schattige Terrassen

1. Gewöhnliche Eibe (Taxus baccata; dunkelgrün), Fächerahorn (Acer palmatum; hellgrün oder panaschiert), Japanische Skimmie (Skimmia japonica; weiss bis dunkelrot), Etagen-Hartriegel (Cornus controversa; weiss)

Kübelpflanzen

Bei der Terrassenbepflanzung mit Kübelpflanzen ist eine grosszügige Drainageschicht aus Blähton oder Kies am Boden frostfester Gefässe essenziell, um schädliche Staunässe zu vermeiden. Da das begrenzte Erdvolumen schneller austrocknet und durchfriert, sollten Sie auf hochwertige, strukturstabile Erde setzen und die Kübel im Winter mit Isoliermaterialien wie Jute oder Noppenfolie schützen.

Durch die Wahl grosser Gefässe schaffen Sie zudem ein stabileres Mikroklima für die Wurzeln, was den Giess- und Düngungsaufwand spürbar reduziert.

Mediterrane Terrassengestaltung

Für eine mediterrane Terrassen­be­pflan­zung sind einerseits ein sonniger und windgeschützter Standort wichtig und andererseits ein durchlässiges und eher nährstoffarmes Substrat. So lassen sich die natürlichen Bedingungen des Südens imitieren.

Da viele mediterrane Pflanzen keine Staunässe vertragen, lohnt sich eine grosszügige Drainageschicht aus Kies oder Blähton empfeh­lens­wert. In der Schweiz muss zudem auf die Winterhärte der Pflanzen geachtet werden. Lavendel und Rosmarin bleiben besonders vital, wenn sie im Frühjahr zurückgeschnitten und der Wurzelballen im Winter geschützt wird.

Mediterrane und ökologische Kübelpflanzen

Immergrüne Sträucher und Bäume: Olivenbaum (Olea europaea; silbrig-grün; nicht winterhart), Lorbeer (Laurus nobilis; dunkelgrün; nicht winterhart), Myrte (Myrtus communis; grün / weisse Blüten; nicht winterhart)

Kräuter: Lavendel (Lavandula angustifolia; violett/lila Blüten), Rosmarin (Rosmarinus officinalis; blau-violette Blüten), Basilikum (Ocimum basilicum; grün; nicht winterhart), Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus; orange, gelb, rot; nicht winterhart)

Bodendecker als kleine Ergänzungen: Thymian (Thymus vulgaris; rosa, weiss), Oregano (Origanum vulgare; rosa), Santolina (Santolina chamaecyparissus; gelb-grün)

Terrassenbepflanzung mit Gräsern

Versuchen Sie, invasive Neophyten-Gräser zu vermeiden. Wählen Sie stattdessen horstbildende, heimische Arten.

Da Gräser empfindlich auf winterliche Staunässe reagieren, sollten Sie ausserdem auf eine gute Drainage im Pflanzgefäss achten. Schneiden Sie die Gräser erst im Frühjahr, um das Herz der Pflanze vor Frost zu schützen und Insekten Unterschlupf zu bieten.

Für sonnige Terrassen

Blaues Pfeifengras (Molinia caerulea; beige-braun), Blauschwingel (Festuca glauca; blau-silber), Zierliches Zittergras (Briza media; grün-beige), Aufrechte Trespe (Bromus erectus; hellbraun)

Für schattige Terrassen

Wald-Marbel (Luzula sylvatica; grün), Wald-Segge (Carex sylvatica; hellgrün), Zierliches Zittergras (Briza media; grün-beige), Rasen-Schmiele (Deschampsia caespitosa; gold-gelb)

Invasive Neophyten-Gräser

Afrikanisches Lampenputzergras (Pennisetum setaceum), Zartes Federgras / Engelhaar (Nassella tenuissima, früher Stipa tenuissima), Gestreiftes Süssgras (Glyceria striata), Gold-Bambus / Pfeil-Bambus (Phyllostachys aurea / Pseudosasa japonica)

Haben wir Ihr Interesse geweckt?

Funktional: Sichtschutz & Anti-Mücken.

Terrassenbepflanzung als Sichtschutz

Ökologische Hecken sind das ganze Jahr über strukturgebend und bieten Vögeln, Insekten, Igeln und Mäusen Unterschlupf. Im Folgenden finden Sie eine Übersicht ökologisch wertvoller Heckenpflanzen.

Ökologisch wertvolle Heckenpflanzen

Hainbuche (Carpinus betulus; grünlich), Rotbuche (Fagus sylvatica; grünlich), Liguster (Ligustrum vulgare; weiss), Schwarzdorn oder auch Schlehe (Prunus spinosa; weiss), Hundsrose (Rosa canina; weiss, rosa), Weissdorn (Crataegus monogyna; weiss), Schneeball (Viburnum opulus; weiss), Hasel (Corylus avellana; gelblich)

Sichtschutz aus Kletterpflanzen

Besonders gut als Sichtschutz eignen sich Kletterpflanzen, die schnell und dicht wachsen und sich gut an Rankhilfen, Gittern oder Spalieren emporziehen. Während immergrüne Kletterpflanzen ganzjährigen Sichtschutz bieten, bieten sommergrüne Kletterpflanzen nur Sichtschutz während der Vegetationszeit.

Ökologische Kletterpflanzen als Sichtschutz

Immergrün: Efeu (Hedera helix; grün)

Sommergrün: Waldrebe (Clematis vitalba; weiss), Wilde Weinrebe (Vitis vinifera subsp. sylvestris; grünlich), Hopfen (Humulus lupulus; grünlich), Heckenrose (Rosa arvensis; weiss), Geissblatt (Lonicera periclymenum; cremeweiss, gelblich)

Sichtschutz aus Gräsern

Hochwachsende, winterharte Ziergräser, die in Kübeln und Töpfen gedeihen, eignen sich ideal als Sichtschutz auf Terrassen. Hier sind ein paar bewährte Arten, die in der Schweiz heimisch sind.

Ökologische Ziergräser als Sichtschutz

Rohr-Glanzgras (Phalaris arundinacea), Riesen-Schwingel (Festuca arundinacea), Schilfrohr (Phragmites australis)

Terrassenbepflanzung gegen Stechmücken

Einige Pflanzen mit starken ätherischen Ölen und Duftstoffen haben eine abschreckende Wirkung auf Stechmücken. Diese Pflanzen sind nicht nur nützlich, sondern auch dekorativ und teilweise essbar.

Kombinieren Sie für eine optimale Wirkung mehrere der folgenden Pflanzen in der Nähe des Sitzplatzes und zerreiben Sie gelegentlich Blätter, um die ätherischen Öle freizusetzen und den Effekt zu verstärken.

Pflanzen, die Mücken abschrecken

Zitronengeranie (Pelargonium crispum «Citrosa Mosquito Fighter»; rosa bis pink), Zitronengras (Cymbopogon citratus; grün), Zitronenmelisse (Melissa officinalis; weiss bis hellgelb), Lavendel (Lavandula angustifolia; lila bis blau), Basilikum (Ocimum basilicum; weiss bis lila), Rosmarin (Rosmarinus officinalis; blau bis lila), Minze (Mentha; lila bis weiss), Katzenminze (Nepeta cataria; weiss bis hellblau), Tomatenpflanzen (Solanum lycopersicum)

Bewässerung

Lassen Sie Ihre Terrassenpflanzen am besten automatisiert bewässern. Knechtgarten zeigt Ihnen auf Anfrage gerne das intelligente Bewässerungssystem von Rohner Technology. Kontaktieren Sie uns unverbindlich.

Beleuchtung

Schaffen Sie ein stimmungsvolles Ambiente, indem Sie Terrassenpflanzen in der Dämmerung und am Abend beleuchten. Steuern Sie per Smartphone oder über einen Lichtsensor, wann die Beleuchtung ein- und ausschalten soll.

Oft gestellte Fragen.

Was ist bei der Terrassenbepflanzung zu beachten?

Die wichtigsten Faktoren für die Wahl der Terrassen­bepflan­zung sind Sonnen­ein­strah­lung, Wind und Temperatur. So herrschen auf Terrassen oft extreme Bedingungen mit grosser Hitze, Dauer­schatten oder starkem (kaltem) Wind.

Für nicht winter­harte Pflanzen muss ein Über­­win­te­­rungs­konzept erstellt werden. Achten Sie darauf, dass die maxi­mal zuläs­sige Belastung der Terrasse nicht über­schritten wird (siehe nächste Frage).

Was gilt es bezgl. Pflanzgefässe auf der Terrasse zu beachten?

Grosse Pflanzgefässe, wie z.B. Pflanztöpfe für Bäume oder Hochbeete, wiegen gefüllt mehrere hundert Kilogramm. Dies kann zu statischen Problemen auf der Terrasse führen.

Die Pflanzgefässe sollten möglichst erst auf der Terrasse befüllt werden, da sie sonst oft nur mit einem Mobilkran auf die Terrasse transportiert werden können. Grosse Pflanzgefässe in der Nähe von Brüstungen können zudem eine Absturzgefahr für Kinder darstellen. Verwenden Sie Pflanzgefässe, die für den Aussenbereich geeignet sind. Mehr zu Pflanzgefässen

Was sind häufige Fehler bei Kübelpflanzen?

Eine unzureichende Drainage des Pflanzgefässes kann zu Staunässe und Wurzelfäule führen. Bringen Sie deshalb eine Kiesschicht auf dem Boden des Pflanzgefässes ein und achten Sie darauf, dass Kübel und Übertöpfe Löcher im Boden haben, damit überschüssiges Wasser abfliessen kann.

Wählen Sie Pflanzen, die der Sonneneinstrahlung und den Temperaturen auf Ihrer Terrasse angepasst sind. Beachten Sie die Bedürfnisse Ihrer Pflanzen in Bezug auf Substrat, Düngung und Wasserbedarf.

Welche Terrassenpflanzen sind pflegeleicht?

Pflegeleichte Terrassenpflanzen brauchen wenig Wasser, Nährstoffe und Pflege: Dazu gehören zum Beispiel Kräuter wie Lavendel, Rosmarin, Thymian, Salbei und Oregano oder Sukkulenten, wie Fetthenne und Hauswurz. Ebenfalls pflegeleicht sind Gräser wie das Blauschwingel (bläulich) 

Welches sind Ideen für eine mediterrane Terrassenbepflanzung?

Typische mediterrane Terrassenpflanzen sind Thymian (kleine grüne Blätter), Rosmarin (grüne Nadeln), Lavendel (violette Blütenstände), Olivenbäume, Zypressen (hohe schmale Bäume als Sichtschutz oder Akzentpflanze) oder Palmen. Mediterrane Pflanzen benötigen in der Regel einen sonnigen und vor kalten Winden geschützten Standort.

Frostempfindliche Pflanzen wie Olivenbäume müssen im Winter eingepackt oder im Haus überwintert werden. Das mediterrane Flair kann durch die Verwendung von braunen Tontöpfen unterstrichen werden.

Wer ist Knechtgarten?

Die Knecht AG naturnahe Gärten ist ein bodenständiger Gartenbaubetrieb aus Heimenschwand (in der Nähe von Thun), der von Stefan Knecht, Geschäftsführer und Firmeninhaber, in zweiter Generation geführt wird. Das Team umfasst aktuell rund zwanzig Mitarbeitende. Neben Natursteinarbeiten und Bepflanzungen sind wir auf den Bau von ökologischen Pools spezialisiert. Wir bieten von der Planung bis zur Umsetzung alles aus einer Hand.

Kontaktieren Sie uns unverbindlich.

Mitgliedschaften

Terrassentraum

Terrassengärten gewinnen mit voranschreitender Urbanisierung zusehends an Relevanz. Die Mitglieder von Terrassentraum sind innovative Gartenbauer, die diesem Trend Rechnung tragen wollen durch den gezielten Aufbau von Know-how. 

Gartenplaner

Gartenplaner ist ein Zusammenschluss innovativer Gartenbaufirmen aus der ganzen Schweiz zum Austausch von Know-how und zur Ausnutzung von Synergien bei der Planung und Umsetzung von anspruchsvollen Gartenanlagen.

JardinSuisse

JardinSuisse ist der Branchenverband der Gartenbau- und Gärtnereibetriebe. Er organisiert die gärtnerische Berufsbildung und vertritt die Interessen seiner Mitglieder gegenüber Bund, Kantonen und Dritten.

Terrassentraum

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